GASPOOL, NetConnect Germany und FNB Gas setzen sich gemeinsam für Fortbestand des Konvertierungsentgelts ein

27.01.2016

  • Marktgebietsverantwortliche (MGV) zeigen Verlängerung des Konvertierungsentgeltes um ein halbes Jahr an
  • Konstruktive Diskussion mit BMWi und BNetzA über Konvertierungssystem

Berlin/Ratingen. Die beiden deutschen MGV GASPOOL Balancing Services GmbH, Berlin, und NetConnect Germany GmbH & Co. KG, Ratingen, haben heute die Verlängerung des Absenkungszeitraums für das Konvertierungsentgelt für die Konvertierung von H- nach L-Gas um ein halbes Jahr bei der  (BNetzA) angezeigt. Diese Möglichkeit sieht der im März 2012 von der BNetzA veröffentlichte  "Festlegungsbeschluss Konni Gas" (Konvertierungssystem in qualitätsübergreifenden Marktgebieten) vor. Hierzu haben Gespräche mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und der BNetzA stattgefunden. Die Fernleitungsnetzbetreiber und Marktgebietsverantwortlichen gehen davon aus, dass die BNetzA noch im laufenden Jahr die Notwendigkeit überprüft, ob das Konvertierungsentgelt dauerhaft beizubehalten sein wird und eine entsprechende Anpassung von Konni Gas einzuleiten ist.

Die Notwendigkeit zur Ergreifung dieser Maßnahme ergibt sich aus grundsätzlichen Änderungen im Marktumfeld für L-Gas. Diese zeigen sich vor allem im Umfang der von den Marktgebietsverantwortlichen durchgeführten Konvertierungsmaßnahmen, insbesondere im Marktgebiet der NetConnect Germany, einem erheblichen Anstieg von Regelenergieeinkäufen im L-Gas, sowie der rückläufigen L-Gas Produktion in den Niederlanden.

Bereits beim Erlass von Konni Gas vor vier Jahren war bekannt, dass sich die L-Gas-Produktion verringern würde. Die 2015 vom niederländischen Staat bzw. Gericht verfügte sukzessive Drosselung der niederländischen Produktion konnte jedoch in diesem Umfang nicht vorhergesehen werden. Aufgrund des Zusammenhangs zwischen der Produktion aus dem Erdgasfeld im Raum Groningen und den in dieser Region vermehrt auftretenden Erdbeben ist auch für die Zukunft von weiteren Bestrebungen zur Absenkung der niederländischen Fördermengen auszugehen.  Damit trotz dieser veränderten Rahmenbedingungen ausreichend L-Gas zur Verfügung steht, muss ein Anreiz erhalten bleiben, qualitätsgerecht Gas zu beschaffen und in das jeweilige Marktgebiet einzuspeisen, z. B. indem bestehende Importlieferverträge aufrechterhalten werden. Deshalb halten es die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber und die beiden Marktgebietsverantwortlichen für dringend geboten, das Konvertierungsentgelt beizubehalten.


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Anja von Poblocki
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