GASPOOL mit Maßnahmen für den kommenden Winter

02.08.2018

Berlin. Auf Basis einer intensiven Auswertung der zurückliegenden Wintermonate entwickelt die GASPOOL Balancing Services GmbH (GASPOOL) aktuell Maßnahmen, um auf den möglichen Regelenergie- und Konvertierungsbedarf im GASPOOL-Marktgebiet im kommenden Winter reagieren zu können. Die Maßnahmen wird GASPOOL auch auf einem Workshop für Händler und Bilanzkreisverantwortliche Anfang September 2018 in Berlin vorstellen.

„Um auf eine erneut angespannte Regelenergiesituation, wie wir sie in den Wintermonaten 2017/18, insbesondere im L-Gas erlebt haben, kurzfristig und flexibel reagieren zu können, wird GASPOOL voraussichtlich im November einen erhöhten Leistungsbedarf an langfristigen Regelenergieprodukten in Form von Long Term Options (LTO) ausschreiben“, kündigt GASPOOL-Geschäftsführer Jörg Ehmke an. Bereits Anfang Juli wurde ein Flexibility-Produkt mit bis zu 5.000 MWh/h für L-Gas ausgeschrieben.

Zusätzlich hat der Marktgebietsverantwortliche (MGV) einen Kriterienkatalog definiert, der als Entscheidungsgrundlage für die nach Konni-Gas mögliche Stellung eines Ausnahmeantrags auf kurzfristige Erhöhung des Konvertierungsentgeltes für einen bestimmten Zeitraum dient „Die Analysen des letzten Winters zeigen, dass die Deckelung des Konvertierungsentgelts bei 0,45 €/MWh grenzwertig bezüglich der Anreizwirkung für den Markt war, mehr L-Gas für den gesamten Winter vorzuhalten, um es bedarfsgerecht in das Marktgebiet einzuspeisen. Mit unseren definierten Kriterien verfügen wir über eine transparente Basis für eine potentielle Antragstellung und können so bei Bedarf reagieren“, begründet GASPOOL-Geschäftsführer Sebastian Kemper das Vorgehen. Für einen solchen Ausnahmeantrag hat GASPOOL eigene Kriterien entwickelt, die auf eine Single-Buyer-Situation sowie die Höhe der bilanziellen Konvertierungsmengen von H-Gas zu L-Gas abstellen. Außerdem wird die Lage der Mengenknappheit im L-Gas bei einer möglichen Antragstellung von Bedeutung sein.

Hintergrund

Im vergangenen Winter hatte GASPOOL mit einer Netto-Menge von fast 11.000 GWh rund viermal mehr L-Gas-Regelenergie als im Winter 2016/2017 beschäftigt. Zudem stellte GASPOOL seit Januar 2018 einen außerordentlich starken Anstieg der bilanziellen Konvertierung der Gasqualität H-Gas zu L-Gas fest. Dies war ein wesentlicher Grund für die hohen Regelenergiemengen.

GASPOOL veröffentlicht ein umfassendes Fact Sheet über die Entwicklungen der Regelenergie- und Konvertierungskosten des letzten Winters als Grundlage der nun definierten Maßnahmen für den kommenden Winter auf ihrer Unternehmenshome-page www.gaspool.de.


Die Pressemitteilung steht Ihnen hier zum Download bereit.

Das Fact Sheet steht Ihnen hier zum Download bereit.

Pressekontakt

Anja von Poblocki
Tel.: +49 30 364289-350
Fax: +49 30 364289-222
presseDies ist das @@gaspool.de

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