Ausschüttung von Überschüssen
nach § 16 unserer Geschäftsbedingungen für den Bilanzkreisvertrag

Gem. § 16 der Geschäftsbedingungen für den Bilanzkreisvertrag ist die Ausschüttung von Überschüssen vorgesehen. Demnach ist der Marktgebietsverantwortliche verpflichtet, einen in einer Umlageperiode erwirtschafteten Überschuss nach einem zweistufigen Verfahren auszuschütten, sofern dieser den prognostizierten Fehlbetrag der Folgeperiode übersteigt.

An wen wird ausgeschüttet?

Die Ausschüttung wird in § 16 Pkt. 12–14 unserer Geschäftsbedingungen für den Bilanzkreisvertrag beschrieben. Hiernach wird zunächst die von den Bilanzkreisverantwortlichen geleistete Bilanzierungsumlage ausgeschüttet (Stufe 1). Darüber hinausgehende Überschüsse werden auf die bilanzrelevanten ausgespeisten Transportmengen aller Bilanzkreisverantwortlichen ausgeschüttet (Stufe 2). Sowohl nach Stufe 1 als auch nach Stufe 2 wird ausschließlich an die Bilanzkreisverantwortlichen der Rechnungsbilanzkreise geleistet, da nur diese anspruchsberechtigt sind.

Eine Auszahlung nach Stufe 2 umfasst die Zeitreihentypen SLPsyn, SLPana, RLMmT und RLMoT, da nur diese von der Vorschrift umfasst werden.

Was wird ausgeschüttet?

Die Ermittlung des Überschusses basiert auf einer Prognose. Diese setzt sich aus einer Prognose eines Überschusses aus der jeweils laufenden Umlageperiode sowie aus der Prognose eines möglichen Fehlbetrages der folgenden Umlageperiode zusammen.

Zunächst wird die von den relevanten Bilanzkreisverantwortlichen geleistete Bilanzierungsumlage in vollem Umfang ausgeschüttet. Danach erfolgt, soweit noch weitere Überschüsse bestehen oder aber wenn in der Vorperiode keine Bilanzierungsumlagen erhoben wurden, nach Stufe 2 eine Ausschüttung auf Basis eines ermittelten Preises in ct/kWh auf die oben genannten Zeitreihentypen. Die übrigen Zeitreihentypen werden von diesem System nicht umfasst.

Wann wird ausgeschüttet?

Die Ausschüttung erfolgt zu Beginn der auf die Überschussperiode folgenden Periode.

Für die Ausschüttung ist es zwingend notwendig, zum einen die endgültig gezahlte Bilanzierungsumlage der betroffenen Periode, zum anderen die endgültigen ausgespeisten kWh der betroffenen Zeitreihentypen zu kennen, da sich der Ausschüttungsbetrag hieraus ergibt.

Besonderheit bei Biogasbilanzkreisen

Eine Ausschüttung und Verrechnung an die Bilanzkreisverantwortlichen der Biogasbilanzkreise  wird immer erst nach Abrechnung der Biogasbilanzkreise erfolgen. Da die abrechnungsrelevanten Mengen und Beträge jedoch schon feststehen, wird sich an dem Gesamtbetrag, der wie skizziert auf einer Prognose beruht, nichts ändern. Die auf die Biogasbilanzkreise entfallenen Summen, werden jedoch nach denselben Auslegungsgrundsätzen wie bei den Erdgasbilanzkreisen ermittelt und lediglich bis zur Abrechnung der Biogasbilanzkreise zurückgestellt.

Bisherige Ausschüttungen

Erstmalig wurde im April 2014 ein Überschuss i.H.v. 166,2 Mio. EUR ausgeschüttet bzw. verrechnet. Diese Ausschüttung bzw. Verrechnung bezog sich auf die Umlageperiode Sommer 2013 (April bis September 2013). Eine zweite Ausschüttung bzw. Verrechnung erfolgte im Juli 2014 für die Umlageperiode im Winter (Oktober 2013 bis April 2014). Dabei wurden 0,005 Cent/kWh für die bilanzrelevanten Ausspeisemengen von GASPOOL an die Bilanzkreisverantwortlichen gezahlt.

GASPOOL veröffentlicht den jährlichen Regelenergiebericht für das Gaswirtschaftsjahr 2018/2019

weiter

Am 12. Februar 2020 findet der vierte Marktdialog in Essen statt. Sie können sich ab sofort dafür anmelden.

weiter

Der Name des gesamtdeutschen Marktgebietsverantwortlichen wird Trading Hub Europe heißen. Die Pressemitteilung der deutschen Fernleitungsnetzbetreiber dazu finden Sie auf der Projekt-Website.

weiter