Konvertierungsdaten – Glossar / Legende

Definition der Konvertierungsdaten:

Kommerzielle Konvertierung

Vergleich der angefallen Mengen der bilanziellen netzweiten Konvertierung mit der an den jeweiligen Tagen eingesetzten Regelenergie. Es wird angenommen, dass in der überspeisten Gasqualität qualitätsscharf verkaufte Regelenergie und in der unterspeisten Gasqualität qualitätsscharf oder lokal eingekaufte Regelenergie bis zur Höhe der bilanziellen netzweiten Konvertierungsmenge zur kommerziellen Konvertierung angefallen ist. Somit werden weder Vorhalteleistungen (Leistungspreis der Flexibilitätsprodukte, LTO und Transportkapazitäten) noch ein Anteil am Arbeitspreis der Flexibilitätsprodukte berücksichtigt.

Transportkonvertierung

Ausgleich unterschiedlicher Netzpositionen (bezogen auf die Gasqualität) mit Hilfe von Gasflüssen zwischen verschiedenen Marktgebieten. Hierzu werden sowohl Entry/Exit-Kapazitäten in/aus dem Marktgebiet GASPOOL gebucht und die Gasströme über die Niederlande geleitet.

Technische Konvertierung – netzentgeltseitig berücksichtigt

Rechnerischer Ansatz: Technische Konvertierung (netzentgeltseitig berücksichtigt) = Bilanzielle netzweite Konvertierung – Kommerzielle Konvertierung – Transportkonvertierung – Technische Konvertierung (netzentgeltseitig nicht berücksichtigt)

Technische Konvertierung – netzentgeltseitig nicht berücksichtigt

Konvertierung von Gasmengen durch technische Mischanlagen. Die technische Konvertierung von H- zu L-Gas erfolgt mittels einer Zumischung von Stickstoff oder Luft zum H-Gas.

Bilanzielle Konvertierung

Pro Bilanzkreiskonstrukt wird die konvertierte und abrechnungsrelevante Menge der qualitätsübergreifenden Bilanzierung betrachtet. D.h. bei gegenläufigem Stand des H-Gas- und L-Gas-Saldos in einem Rechnungsbilanzkreis wird die betragsmäßig kleinere Menge als Konvertierungsmenge abgerechnet. Die Mengen pro Bilanzkreiskonstrukt werden anschließend über alle Bilanzkreiskonstrukte des Marktgebiets aufsummiert.

Bilanzielle netzweite Konvertierung

Summierung aller Einspeisungen sowie aller Ausspeisungen (getrennt) nach Gasqualität über alle Bilanzkreiskonstrukte des Marktgebiets, für die in beiden Gasqualitäten Mengen bilanziert wurden. Bei gegenläufigem Stand (verschiedene Vorzeichen) der sich ergebenden H-Gas- und L-Gas-Salden ist die betragsmäßig kleinere Menge die bilanzielle netzweite Konvertierung. Es werden die Bilanzkreiskonstrukte berücksichtigt, die über mindestens einen Unterbilanzkreis verfügen, der von der Gasqualität des Rechnungsbilanzkreises abweicht. Rechnungsbilanzkreis und Unterbilanzkreis müssen aktiv bewirtschaftet werden.